Stiftungsziele

Informieren

Etwa 7500 Frauen pro Jahr erkranken jährlich in Deutschland an Eierstockkrebs, dennoch ist diese Erkrankung den meisten Betroffenen und Angehörigen völlig unbekannt. Die Qualität der Behandlung hat direkten Einfluss auf die Prognose der Erkrankung, hierbei ist sowohl die operative als auch medikamentöse Therapie gemeint. Die Einbindung in klinische Studien ist zudem ein Garant für Qualität und Kompetenz der Therapeuten und bietet den Betroffenen zusätzliche innovative Behandlungsoptionen. Dennoch ist die aktuelle Einbindung von Betroffenen in Deutschland völlig unbefriedigend. Die Stiftung Eierstockkrebs arbeitet dafür, dass Patientinnen und ihre Angehörigen aber auch alle Beteiligten im Gesundheitssystem über diese Erkrankung besser und gezielter informiert werden.

Aufklären

Die Aufklärung der Betroffenen mit Eierstockkrebs über alle Behandlungsmöglichkeiten und ihren Alternativen mit all ihren Auswirkungen auf die Prognose aber auch auf das persönliche Leben im Alltag ist die unabdingbare Grundlage jeglicher Therapieentscheidung. Hier existieren aufgrund verschiedener Gründe erhebliche Defizite. Die Stiftung Eierstockkrebs arbeitet dafür, dass die Aufklärung von Patientinnen und ihren Angehörigen zur Erkrankung und zu den einzelnen Behandlungsschritten entscheidend verbessert wird.

Forschung stärken

In den letzten Jahren konnten die Behandlungsergebnisse beim Eierstockkrebs deutlich auf Basis von Studien verbessert werden, dennoch sind die Langzeitergebnisse von Frauen mit Eierstockkrebs noch unbefriedigend. Ein Großteil der Frauen mit Eierstockkrebs wird erst in einem fortgeschrittenen Tumorstadium erkannt und verstirbt an der Erkrankung. Daher müssen die Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet des Eierstockkrebses entscheidend verstärkt werden, hierbei sind sowohl präklinische als auch klinische Forschungsprojekte zu konzipieren. Die Stiftung Eierstockkrebs arbeitet dafür, dass innovative Forschungsprojekte zur Tumorbiologie, Diagnostik, Therapie und Nachsorge systematisch gefördert werden.  Ein Beispiel für eine Studie aus dem Jahr 2020 finden Sie hier:

Neue Studie zur Immuntherapie ENGOT-ov43

Die Studie richtet sich an Frauen mit fortgeschrittenem epithelialem Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs). Im Rahmen der Studie werden drei Behandlungsarten miteinander verglichen, bei denen unter anderem der monoklonale Antikörper Pembrolizumab zum Einsatz kommt.

An der neuen Studie können Frauen mit fortgeschrittenem epithelialem Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs) teilnehmen. Dabei kommt unter anderem der monoklonale Antikörper Pembrolizumab zum Einsatz. Dies ist ein hochspezialisierter, zielgerichteter Antikörper, der mit einem speziellen Verfahren künstlich hergestellt wird. Das Besondere an Antikörpern ist, dass sie körpereigene Abwehrprozesse gegen eine Krankheit aktivieren können.

Im Rahmen der Studie werden drei Behandlungsarten miteinander verglichen:

  1. die Therapie mit Pembrolizumab in Kombination mit einer Chemotherapie und anschließender Behandlung mit Olaparib (= PARP-Hemmer)
  2. die Behandlung mit Pembrolizumab plus Chemotherapie
  3. die alleinige Behandlung mit Chemotherapie

Untersucht wird hierbei vor allem, wie gut die Medikamente wirken und wie sie vom Körper verarbeitet werden. Außerdem soll festgestellt werden, ob eine Behandlung mit Chemotherapie plus Pembrolizumab und anschließender Olaparib-Behandlung zu einer Verbesserung des Überlebens führt.

Folgende Zentren nehmen an der Studie teil: Charité Berlin – Virchow Klinikum, Krefeld Helios Klinikum, Klinikum rechts der Isar, Uniklinik Düsseldorf, Caritas Klinik Saarbrücken, Städtisches Klinikum Kiel, Praxis Kurbacher Bonn, Klinikum Chemnitz, Klinikum Dortmund, Uniklinik Münster, Uniklinik Magdeburg, Uniklinik Aachen, Marienhospital Stuttgart

Mehr Informationen erhalten Sie unter www.studienportal-eierstockkrebs.de und www.noggo.de